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Dienstag, 10. Juli 2012

Dauerwelle

Byron Bay ist ein Surferdorf und Mekka der Alternativkultur im nordöstlichen New South Wales. Genau genommen befinden wir uns am östlichsten Punkt Australiens. Wir haben dort noch ein paar Wellen mitgenommen, bevor wir weiter nach Sydney gefahren sind.

Dienstag, 26. Juni 2012

Tweed Coast = Walheimat

Nächtlicher Besuch am Rastplatz: ein Possum
Bill Bryson hat einmal geschrieben, dass er unter anderem deshalb mit seiner Familie von England in die USA ausgewandert ist, damit seine Frau endlich 24 Stunden lang shoppen gehen kann. Australien wäre hinsichtlich des Konsums auf jeden Fall eine Alternative gewesen, das fällt insbesondere an der Ostküste immer wieder auf. Jede Stadt ist von einem ausufernden Gewerbegebiet mit den immer gleichen Ketten umgeben, sei es Supercheap Auto, Repco, Subway, McDonald's, Hungry Jack's (wie Burger King hierzulande heißt), The Good Guys, Harvey Norman und und und.. die riesigen Shoppingcenter nicht zu vergessen. Das totale Kontrastprogramm zum Outback.

Dienstag, 7. Februar 2012

Richtungswechsel

Seit unserem Aufenthalt am Cape Trib im Oktober letztes Jahres gab es für uns nur eine Richtung: Süden. Nachdem wir nun Canberra den Rücken gekehrt haben, um wieder an die Küste zu kommen und dem Verlauf des National Highway 1 in Richtung Melbourne zu folgen, tat es richtig gut, mal wieder Meeresluft zu schnuppern.

Zwischen Bateman's Bay und Eden

Im Blue Pool in Bermagui - gefühltes Eisbaden

Donnerstag, 19. Januar 2012

Optisches der vergangenen Wochen

Ganz vergessen: am Uluru waren wir auch schon ;-)
Im Koala Sanctuary in Port Macquarie
Beim Sonnenuntergang in der Umgebung Canberras
Ladenzeile im beschaulichen Bellingen
Irgendwie.. symetrisch: das Parlamentsgebäude in Canberra

Im botanischen Garten in Canberra gab's neben Grünzeug...

... auch wieder obligatorische Viecher zu sehen.

Apropos Viecher: dieses Exemplar, eine Huntsman Spider,
wollte sich in unserem Van häuslich einrichten

Sehen zwar so duster aus wie Ganoven,
sind aber John Curtin und Ben Chifley
(Premier und Schatzmeister in den 1940ern)
Gegenüber dem alten Parlamentsgebäude steht die Zelt-
Botschaft der Aborigines

... und die Umgebung Canberras zeigt sich von ihrer schönsten Seite.




Mittwoch, 18. Januar 2012

Wo alles begann...

... zumindest nach gängiger unkritisch-weißer Geschichtsschreibung,
liegt etwas unscheinbar auf der Südseite der Botany Bay innerhalb
Sydneys. Hier ist Captain Cook mit seiner Flotte am 28. April 1770
angelandet, und hier kam es auch zum ersten Kontakt zwischen Aborigines
und Europäern. Eine Begegnung voller Missverständnisse, wie die
Schautafeln erläutern. Dass die Australier diesen historisch bedeutsamen
Ort besonders schön gestaltet hätten, kann man allerdings nicht
behaupten. Es sei denn, der persönliche Sinn für Ästhetik (und mein
persönlicher tut das durchaus) umfasst Industrieanlagen und eine
Ölraffinerie.

Schön: Captain Cooks Anlandeplatz

Dezember und Januar ist die Hauptferienzeit in Australien, und dass
Sydney zum Jahreswechsel aus allen Nähten platzte, hatte ich ja bereits
berichtet. Wir entschieden uns deshalb, dem Küstenverlauf weiter in
südlicher Richtung zu folgen und verbrachten einige Tage in Wollongong,
auch "The Gong" genannt. Der Royal National Park, dem wir auf dem Weg
einen Besuch abstatten wollten, war - das muss man sich mal vorstellen -
wegen Überfüllung geschlossen!
Wollongong und Umgebung beherbergen eine eigenartige Mischung aus
Schwerindustrie und Hotelanlagen. Die Synergieeffekte haben wir
allerdings anders für uns nutzbar gemacht und sind schön mit Blick aufs
Stahlwerk baden gegangen.
In der zweiten Januarwoche war es relativ kühl und zu windig zum Surfen
- ohnehin ist es in New South Wales um einiges weniger sommerlich, als
wir erwartet hatten (was auch ungewöhnlich ist) - so dass wir erst
einmal eine Tour ins Inland nach Canberra einschoben:
Kompromiss-Regierungssitz (man konnte sich damals nicht auf Sydney oder
Melbourne einigen), Planstadt und vom winzigen Bundesstaat Australian
Capital Territory umgeben. Der hat immerhin den Vorteil, dass man
Lebensmittel und Alkohol in einem Geschäft kaufen kann und nicht immer
junkiemäßig in den Liquorstore muss. Auf dem Weg dorthin passierten wir
ein gigantisches Tal mit phänomenalem Ausblick auf den (z.Zt.
anscheinend ausgetrockneten, zumindest ziemlich kleinen) Lake George
(Fotos folgen). Zu unserer Verwunderung fiel das Thermometer im
Regierungssitz noch weiter auf nachts 6 Grad. Und Canberra? Grün, viel
Platz, Verwaltungscharme, um es zusammenzufassen. Toll: die vielen
Bibliotheken, Museen, Ausstellungen. Ein paar Tage werden wir noch
bleiben. Und wer weiß - vielleicht haben wir am Ende alles in Grund und
Boden verwaltet.

Montag, 2. Januar 2012

Weihnachtswellen

Wie schafft man es, bei über 20 Grad Weihnachtsstimmung zu erzeugen? In unserem Fall mit einem Fünf-Dollar-Tannenbaum (batteriebetrieben) aus dem Dollarshop und leckerem selbstgekochten Drei-Gänge-Menü. Dumm nur, dass just in dem Moment, in dem wir uns am Strand unweit von Pottsville an der schönen Tweed Coast zum Essen niederlassen wollten, ein Schauer runterkam, der sich gewaschen hatte. Aber im Van ist es schließlich auch gemütlich. Und was lag unter dem Tannenbaum? Überraschung - ein Surfboard. Zum Surfen waren die Bedingungen über die Weihnachtstage aber leider nicht ideal, zumindest nicht für uns "bloody beginners". Die Profis jucken Wind und rauhe See wenig, wie wir unweit der Strände von Byron Bay ("The Pass"), im Übrigen der östlichste Punkt Australiens, bei Lennox Head und weiter südlich beobachten konnten.

Hauen einen aus den Socken: Wellen bei The Pass, Byron Bay

Blick auf Tallow Beach vom Leuchtturm in Byron Bay

Mit allen Wassern gewaschen: ein Surfer am Seven Mile Beach bei Lennox Head 
Ein besonderes Weihnachtsgeschenk haben sich die australischen Straßenbehörden ausgedacht: zwischen dem 23. Dezember und 2. Januar gibt es Punktzuschlag, genauer gesagt doppelte Punktzahl bei Verkehrsvergehen. Unterdessen hat denn auch die Hauptreisezeit begonnen und auf dem Pacific Highway, der sich an der neusüdwalisischen Ostküste entlangschlängelt, reiht sich ein Wohnwagen an den nächsten - zum Glück bisher nur in südliche Richtung.

Viel hilft viel: doppelte Punktzahl zwischen Weihnachten und Neujahr
Auf dem Weg nach Sydney passierten wir das beschauliche Dorf Bellingen, sahen viele tolle menschenleere Strände, ließen die Touristenorte Coffs Harbour und Port Macquarie hinter uns und schauten uns den abgeschiedenen Great Lakes Marine Park um Port Stephens an. Obwohl diese Regionen bereits zu den dichtbesiedelten zählen, kann man auch hier kilometerweit fahren, ohne Häuser zu passieren. Andererseits ragen die Städte mit ihren Gewerbegebieten ewig weit ins Umland. Das gilt auch und gerade für das Stadtgebiet Sydneys. Die Stadt hatten wir im September in erster Linie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkundet und haben nun mit dem Van einen ganz neuen Zugang bekommen. Das Getriebe freut's und die Parkhausbetreiber in der City üben sich in Bescheidenheit.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Süßer die Hähne nie krähen

"Surfer's" und Umgebung: Charmanter Concrete Jungle am Strand
"Concrete Jungle where Dreams are made of" - diese Zeile könnte auch für die australische Gold Coast geschrieben worden sein (übrigens auch bekannt als "Concrete Jungle we will inhale you" und "Concrete Jungle where dreams tomatoe"). Jedenfalls ziehen sich Orte wie Surfer's Paradise, Burleigh Heads und etwas weiter südlich Coolangatta und Tweed Heads wie ein endlos langer Hochhaus-Betonstreifen die Küste entlang.

Freitag, 11. November 2011

Dienstag, 8. November 2011

Von den Whitsundays bis nach Brisbane

Auf diesem Sand zu laufen war, als wate man durch Mehl. Am 27. Oktober war das Wetter endlich reif für unsere Spritztour (und angesichts des mehrere tausend PS-starken Raftingboots auch eine, die ihren Namen wert war) zu den Whitsunday Islands und zum legendären Whitehaven Beach, einem der schönsten Strände der Welt.

Dienstag, 20. September 2011

Weiter geht's

Pelikane bei The Entrance
Endlich ist es geschafft. Der Van läuft wieder und wir sind zurück auf der Straße, derzeit in Bendemeer noch immer in New South Wales. Phil von der Werkstatt meinte im Übrigen, dass Autos dieser Art und dieses Alters gern mal 1,23 Millionen Kilometer statt 230.000 auf der Uhr hätten. So gesehen hätte der Fiesta vielleicht doch noch 80 Jahre durchgehalten.

Donnerstag, 15. September 2011

Van

Auf mehrere Anfragen hier endlich ein optischer Eindruck unseres rollenden Zuhauses.

Es ist ein 1996er Ford Econovan, der vorher bereits mehrere Runden durch Australien gedreht hat. H'med und seine Freundin Sandrine haben ihn vorher komplett ausgestattet mit zweiter Downcycle-Batterie (sehr wichtig), Esky, komplettem Bett mit echter Matraze, Gasherd, Wassertanks, Schnorchelset und so weiter und so weiter. UND: er hat Schmutzfänger!! Zumindest einen.



Derzeit lassen wir noch ein paar Sachen reparieren und fahren dann von unserem momentanen Standort, der Central Coast, weiter nördlich gen Queensland. Die Gegend um "The Entrance" ist geprägt von Wäldern und Seen.

Montag, 12. September 2011

Countdown

Nach 9 Tagen in Sydney sieht es so aus, als sei unsere Mission beendet: wir haben heute zumindest per Handschlag einen Campervan gekauft und morgen erledigen wir den Papierkram. Wir werden also in Kürze gen Norden aufbrechen - für die Ostküste Queenslands ist die Jahreszeit, so haben wir uns sagen lassen, ideal.

Samstag, 10. September 2011

Flat whites und banana bread

Richtig toll ist hier das Kaffee- und Süßigkeitenangebot.
Lactosegeschädigte wie ich kriegen in beinahe jedem Kaffee Sojamilch für
ihren Café Late oder Flat White. Außerdem gibt's überall - yummi -
Bananenbrot. Kommt auf dem Foto unleckerer als es schmeckt. Gestern
haben wir zudem "Pancakes on the rocks" und, dank meines alten
Leicester-Kumpels Mahtab, original indisch gegessen. Nach wirklich
regnerisch-kaltem Wetter in den letzten Tagen ist es heute angemessen
frühlingshaft, so dass man auch mal wieder im T-Shirt raus in die Sonne
kann.

Mittwoch, 7. September 2011

Oper und Kakadu

So, das war heute ein ziemlich cooler Tag. Wir sind mit der Fähre in die Innenstadt von Sydney gefahren und haben uns gepflegt erstmal die Oper angeschaut. Wie sich das für einen ordentlichen Touristen gehört.
Das Opernhaus sieht aus wie erwartet, nur die Farbe hat mich überrascht: nicht grau, sondern 70ger Jahre beige bis sandsteinfarben. Wie eine geschälte Orange soll das Häusle angeblich aussehen (unglaublich gut zu wissen), ähnelt aber eher einer Karnevalsmütze.

Montag, 5. September 2011

Von Spinnen und Vögeln

Mit einem verschmitzten Grinsen kommentierte Greg unsere Fragen zu seinem Heimatland. Wo es denn wann die meisten Giftquallen (Box Jellyfishes) und Krokodile gäbe. Ob er schon einmal eine dieser Spinnen gesehen hätte, die einem quasi zur eigenen Verteidigung direkt ins Gesicht springen. Oder die, die einem im eigenen Schatten folgen. Hatte er nicht, und er kenne sie auch nicht. Dafür scheint man, seinen Antworten zu Folge, je nach Aufenthaltsort immer die Wahl zwischen Pest und Cholera zu haben: entweder begegnet man giftigen Quallen, Krokodilen oder nervigen Moskitos. Es ist wahlweise saukalt oder sauwarm..

Samstag, 3. September 2011

Am Ziel

Touchdown in Sydney mit im Vergleich zu Seoul erfrischenden 16 Grad um 9
in der Früh. Wurden soeben auf der Caféterrasse des Hyde Park Cafés von
Sittichen begrüßt. Die fliegen hier frei herum. Einfach so.